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Digitale Mediathek (Ein Projekt des Instituts für Medienforschung der Universität Siegen) |
| Grundlagen Medienwissenschaftliche Arbeitsplätze Programmgeschichte - Sendegeschichte Materialität der Fernsehgeschichte Sendungsliste Fernsehgeschichte
Informationen zum Institut für Medienforschung Projekte in Bearbeitung, Vorbereitung oder Planung
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Am 22. November 1985 errichtete die Deutsche Forschungsgemeinschaft an der Universität Siegen den Sonderforschungsbereich 240 „Ästhetik, Pragmatik und Geschichte der Bildschirmmedien”, der am 2. Januar 1986 seine Arbeit aufnahm und am 31.12.2000 abschloss. Ziel des Sonderforschungsbereichs war es, die Theorie, Geschichte und Ästhetik der Bildschirmmedien bezogen auf ihre Präsentationsformen und Handlungsrollen zu untersuchen. Zunächst lag der Forschungsschwerpunkt des sfb 240 vor allem bei der historischen und ästhetischen Erforschung des Mediums Fernsehen. Gleichwohl wurden Text- und Datenbanksysteme als „Neue Medien” in das Forschungsprogramm aufgenommen. Insgesamt wurden in der 15jährigen Laufzeit des sfb 33 Teilprojekte abgeschlossen. Mit über 2.000 Publikationen hat sich der Sonderforschungsbereich intensiv an der medienwissenschaftlichen Grundlagenforschung beteiligt.
Mit Auslaufen des Sonderforschungsbereichs 240 bestand die Notwendigkeit, die wertvollen, mit hohem Mitteleinsatz beschafften Forschungsmaterialien und Forschungsergebnisse zu sichern und auch weiter der Forschung zur Verfügung zu stellen. Es handelt sich neben den umfangreichen schriftlichen Materialien und den verschiedenen Datenbanken vor allem um über 8.000 Sendungen, die von den Archiven nach den bestehenden Verträgen zu Analysezwecken zur Verfügung gestellt wurden. Die Auswahl der Materialien durch die Arbeitsanforderungen der Teilprojekte gibt dem Gesamtbestand einmalige Dimensionen. Es handelt sich um die einzige Forschungsmediathek dieser Qualität und dieses Umfangs in Deutschland. Neben der physischen Archivierung bot sich an, das im Rahmen des sfb entwickelte informatische Konzept eines „Medienwissenschaftlichen Arbeitsplatzes” nicht nur als Prototyp vorzustellen, sondern so zu implementieren, dass es als Archiv- und Arbeitssystem für Forschungen zu medienwissenschaftlichen Inhalten eingesetzt werden kann (siehe Abbildung). Drei Wissenschaftler-Arbeitsplätze mit Netzzugang sind bereits in Funktion und werden von Wissenschaftlern der Universität und von ehemaligen Mitarbeitern des sfb 240 zu Abschlussarbeiten genutzt. Als eingerichtete und ausgestattete Arbeitsplätze stehen sie dem Institut für Medienforschung als „workbench” mit entsprechender Hard- und Software für entsprechende Forschungsprojekte zur Verfügung.
Mit den medienwissenschaftlichen Arbeitsplätzen sind folgende Aufgaben verbunden: 1. Pflege und Nutzbarmachung des physischen Materials in Siegen und, nach Anforderung, für andere Forschungsgruppen; 2. Bereitstellung von Front-Ends für die Nutzung der Datenbankmaterialien im Haus und der Materialien und Datenbanken der Partner des Netzwerks, und des Servers für die Nutzung im Haus und durch die Partner; 3. Weitere Implementierung der Werkzeuge des „Medienwissenschaftlichen Arbeitsplatzes”; 4. Partielle Digitalisierung von Materialien, on demand bzw. in laufender Arbeit, unter den gegebenen rechtlichen Rahmenbedingungen; 5. Forschungen zur inhaltlichen Erschließung von Videomaterialien und Weiterentwicklung und Implementierung von Tools zur Sicherung und Analyse von Bewegtbildmaterialien und Texten.
Da der Sonderforschungsbereich „Bildschirmmedien” schwerpunktmäßig die Geschichte des deutschen Fernsehens erforscht hat, wurde v.a. rundfunk-historisches Material verschiedener Genres (Fernsehspiele, Spielfilme, politische, kulturelle sowie Jugend-Magazine, Nachrichtensendungen, Theater- und Operninszenierungen, Kinder- und Jugendsendungen, Kunstsendungen etc.) gesammelt. Das Material unterteilt sich in folgende Kategorien: 1. Videokassetten, 2. Akten (Analysematerialien zu Sendungen und Programmkonzepten, Zeitschriftenartikel u. Forschungsliteratur etc.), 3. Datenbanken (Literatur- und Sendungsdatenbanken etc.). Die Datenbanken der Teilprojekte, ausgewählte Forschungsliteratur aus dem sfb sowie der Bestand der Videomaterialien sind über die medienwissenschaftlichen Arbeitsplätze abrufbar.
Werke der Fernsehgeschichte - Werke der Filmgeschichte? Als entwickelte Audiovision macht
Fernsehen unabsehbar Gebrauch von diversen „Filmstocks“. Nicht nur der
Kirch-Konzern ist fundiert in einem großen Filmarchiv. Die Schatzhäuser
der bewegten Bilder, die Fernseharchive, werden als unbezahlbar angesehen.
Wo aber endet der Filmstock, wo beginnt das Fernseharchiv? Eine Abgrenzung
des filmgeschichtlichen Kanons vom fernsehgeschichtlichen gerät zu einem
fast unlösbaren Problem insbesondere deshalb, weil sich die Kanonisierung
von filmgeschichtlichen Werken nicht zuletzt über die Programmgeschichte
des Fernsehens und dessen Verwertungsinteresse, auch im Blick auf seine
Profilierung als Kulturmedium vollzogen hat. Die Redaktionen des
„Fernsehspiels“ sind, ausgesprochen oder unausgesprochen, Filmredaktionen
geworden, oder waren es von Anbeginn, als die abgetasteten Filme das
zumeist verschwiegene Rückgrat des Programms ausmachten. Der Unterschied
liegt in der Rezeption, im Dispositiv: hier die Kinovorführung, dort die
Sendung „an Alle“, die sich bereits einen Apparat ins Wohnzimmer stellen
könnten. Adorno wies bereits auf die „Verzwergung“ hin. Von der Seite des
Produkts besteht ein Unterschied der „movies“ und der „movies made for
Television“ vor allem darin, dass die Finanzierungsmodalitäten anders
sind. Bis auf die Fernsehserie, die im Kino nicht „läuft“, ist das
belichtete Material für beide Medien tauglich, eine Feststellung, die das
banale Resumé langer Film-Fernsehdebatten darstellt, die selber ein Teil
der Wechselwirkungsgeschichte der Medien ist.
Während die Filmgeschichte auf zeitnahe Wiederholung abhebt, bezieht sich die Fernsehgeschichte auf das einzelne Sendeereignis. Die Publikumsreaktion an einem Abend kann eine Sendung in den Rang einer „Kultsendung“ erheben. Steht die Wiederholung am Beginn des Filmkanons, so wird sie beim Fernsehen erst nach einer Kanonisierung nötig, unter Verweis auf die Erstsendung und ihren Ereignischarakter. Zwischen Premiere und Wiederaufnahme tritt oft ein langer Zeitraum. Konkurrenzen im Programmangebot zwischen „neuen“ Filmen und eingeführten „Formaten“ werden im Fernsehen zunächst immer vom eingeführten Format gewonnen. Erst in der Nachschau, der Nachsichtung z.B. im Kontext der Verleihung von Fernsehpreisen, wird das Fernsehereignis einer Erstsendung konstruiert und an Qualitäten festgemacht, die ohne Ausnahme auch Filmqualitäten sein könnten. Fernsehgeschichte, soweit sie nicht nur auf Hörensagen, sondern auf Nachsichtung beruht, die bereits hohe Verluste an täglichem Sendematerial einrechnen muss, ist gegenüber der Filmgeschichte wegen der Flüchtigkeit des Mediums Rundfunk und seiner Materialitäten immer im Nachteil. Schreibt man Programmgeschichte, so könnte man zwar ohne Filme und Filmmaterial auskommen, in Form einer reinen Sendungsgeschichte, mit der Veränderung der Programmschemata, mit der Besetzung von Programmplätzen argumentieren. Diese Programmgeschichte aber bleibt abstrakt, wird sie nicht als Verweis auf eine Sendegeschichte gelesen. Nimmt man die Qualitätsargumente
ernst, so kann die ideale Mediathek nichts anderes sein als eine ideale
Kinemathek. Wenn hier trotzdem nicht von einer Fernsehgeschichte ohne
Filme, oder einer Kinemathek ohne Fernsehen gesprochen wird, sondern von
einem Fernsehkanon, der mehr ist als ein Filmkanon und zugleich
gelegentlich auch weniger, so ist auf einen komplexe Sichtungsprozess zu
verweisen, der die systematisch vorzutragenden Qualitätsargumente so
historisiert, dass auch der Aspekt der Programmgeschichte zur Geltung
kommen kann. Der Königsweg zum Fernsehkanon ist die Fernsehgeschichte
selber, dass, was sie als Anschauungsmaterial braucht, um der Geschichte
von Schemata zu entgehen. Materialität der Fernsehgeschichte Das täglich gebotene Anschauungsmaterial ist im Augenblick der Sendung „versendet“. In zweifacher Weise ist die Sendegeschichte rekonstruierbar. Zum einen wird das Sendematerial zum Zweck der Wiedersendung aufbewahrt, zum anderen zeichnen die Sender selbst, in der Rolle eines idealen Zuschauers, die Sendung auf. Unübersehbar ist aber auch eine hochdisperse Mitschnitttätigkeit der Zuschauer selber von dem Zeitpunkt an, an dem Videoaufzeichnung allgemein möglich war. In der Geschichte des Fernsehens ist eine Zeit „vor VHS“ und „nach VHS“ zu unterscheiden. Bezeichnenderweise beginnt die breite universitäre Fernsehforschung weithin erst „nach VHS“. Auf diese Weise sind umfassende Bestände entstanden, die dezidierten Nutzerinteressen entsprechen, und die Privatkanones des Sehenswerten repräsentieren. Die wissenschaftliche Nutzung als Spezialfall der privaten Nutzung ist hier keineswegs privilegiert: auch sie entspricht einem jeweiligen, vereinzelten Nutzerinteresse. Erst eine virtuelle Gesamtheit kann den Anspruch erheben, eine Art Gegenbild der Daueraufzeichnung durch die Sender zu bilden. Dann, wenn die Sender selbst durch eine restriktive Aufzeichnungspraxis und durch nachträgliche Kassationen ihr eigenes Material auf den Kanon der Produzenten reduzieren, so kann die private Aufzeichnungspraxis ein Korrekturmodell aufstellen. Dies ist aber erst in der Zeit „nach VHS“ der Fall. Die Zeit vorher unterliegt den Gesetzen der Produktionsarchive, einem rein quantitativen Rezipientenmodell, wie es die Quotenforschung vorsieht, oder der Urteilsbildung, wie sie sich in den gedruckten Dokumenten der Fernsehkritik ablesen lässt. Für den Zuschauer hat sie ihre audiovisuelle Qualität bis auf Erinnerungsreste verloren. Ob, in welchem Umfang und wie begründet aus solchen Aktivitäten ein Kanon der Fernsehgeschichte, Voraussetzung ihrer Schreibbarkeit und zugleich ihr Ergebnis, muss an dieser Stelle offen bleiben.
Die neuere Kanondiskussion, so wie
sie sich in den von Renate Heydebrandt herausgegebenen Sammelband „Kanon
Macht Kultur“ referiert noch, und immer noch, auf den „literarischen
Kanon“. Die Medienfrage ist zwar gestellt, bedarf aber immer noch
einlässlicher Bearbeitung.
Medienwertung ist nur ein Teilprozess der
Kanonbildung, die Herausbildung von Normen und Wertsetzungen nur eine
Voraussetzung für das, was „gelesen“ werden soll, mehr noch für das, was
„gesehen“ werden soll – oder gesehen wurde, wenn sich daraus das
Sehenswerte ableiten könnte. Der Fernsehkanon ist hier keine Ausnahme, dem
literarischen Kanon und seinen Problemen durchaus verwandt. Norm- und
Wertbegriffe sind zur Begründung von Kanones heranzuziehen, aber hier
schon ergibt sich eine petitio principii: der Kanon bestimmt letztlich die
Aktualität von Normen, und damit das, was ihn begründet. Normen und
Wertsetzungen erweisen sich, gerade im Hochwert des „Klassischen“, als
keineswegs ewig gültig, sondern als historisch. Was bei der langen
Literaturgeschichte allenfalls noch in Wellen und Großepochen sich
ausgleichen mag – über Geschmack und Geschmäcker muss man bekanntlich
streiten, weil ein Wert nur als Argument stabil bleiben kann. Kanon der Fernsehgeschichte - Kanon einer Fernsehgeschichte? In der Tat aber lässt der Diskurs über Fernsehqualität und Fernsehqualitäten, wie er in der fernsehkritischen Seiten und in den Medienforen geführt wird, auf einen solchen Kanon schließen. „Man“ ist sich einig, dass diese oder jene Sendung „Epoche“ gemacht habe. Jährlich werden Preise für die besten Fernsehproduktionen ausgelobt. So mancher Sendung wird „Kultstatus“ zugemessen. Der Fernsehkanon findet seinen Niederschlag als Rückgrat von Fernsehgeschichten und Fernsehgeschichte. In der Tat hat sich hier, in den Jahren nach 1989, auch unter den Bedingungen einer neuen Erinnerungskultur, ein Kanon des einstmals Sehenswerten herausgebildet. Ein erster Versuch hierzu, der sich insgesamt als eine „erfolgreiche Formulierung“ herausgestellt hat, war die „Geschichte des deutschen Fernsehens“, herausgegeben von Helmut Kreuzer und Christian Thomsen. Sie weist insgesamt gut 2000 Sendungen nach, die in irgendeinem Bezug fernsehgeschichtlich als erwähnenswert galten. Neuere Fernsehgeschichten weichen hiervon kaum mehr ab, reduzieren das Angebot oder erweitern es geringfügig in zeitlicher Hinsicht. Der Fernsehkanon ist überraschend stabil, wenn man auf die Zahl von etwa 2000 „Mustersendungen“ abhebt. Dieser - vorläufige - Fernsehkanon, der nicht (oder nicht mehr) ein Filmkanon ist, hat die Form einer Liste, wie bei Kanones üblich. Die Liste, die hier zur Diskussion gestellt wird, eine virtuelle Mediathek, reicht von der „ersten Sendung“ des „Deutschen Fernsehens“ und des „Zweiten Deutschen Fernsehens“, also dem „Vorspiel zu Goethes Faust“, bis zum jeweils „letzten“ Sehereignis für den jeweiligen Geschichtsschreiber. Für die ausgewertete Fernsehgeschichte ist dies 1992 – Fortsetzung darf folgen. Die Liste enthält "vor Ort" die Links auf die vorhandenen Bestände, sei es in metamedialer Form des Nachweises in einer eigenen Datenbank oder der eines Partners im Netzwerk, sei es auf eine Datei, in der das Material zur Nutzung am Medienwissenschaftlichen Arbeitsplatz in digitalisierter Form bereits zur Verfügung steht. Sendungsliste Fernsehgeschichte
Im
Umfeld der Medien ist Werten, außerästhetisches und ästhetisches, die
zentrale Handlung überhaupt. In der Medienproduktion, in Redaktion,
Programmplanung und Distribution werden Werte quasi wie Naturgesetzte
vorausgesetzt und angewandt. Die Frage nach Programmqualität und
"Qualitätsfernsehen" ist zu einem zentralen Thema der
medienpolitischen und -kritischen Debatte avanciert.
Seit 20 Jahren ist die „digitale
Revolution“ mit ihrem Potenzial für neue, freiere Kommunikationsstrukturen
eine Herausforderung für die Kunst. Der Band, der sich an Medien- und
Kunstwissenschaftler wie auch an Künstler richtet, will nach dem „Hype“
der letzten Jahrzehnte ein erstes Resümee jener theoretischen und
praktischen Utopien ziehen, die Interaktivität zu einem zentralen
Paradigma aktueller ästhetischer Debatten machten. Er bietet einen Abriss
der jungen Geschichte der neuesten Tendenzen interaktiver Medienkunst.
Eine CD-ROM mit Beispielen lässt diese neue Kunstform auch konkret
anschaulich werden.
Gesellschaftstheoretisch wird in
diesem Band vorgeschlagen, die Ko-Existenz verschiedener Modernen
innerhalb von Gesellschaften, v.a. aber auch in transnationalen
Vernetzungen zu berücksichtigen. Dem dient das Konzept der Multi-Moderne.
Mit dem Phänomen der Schlüsselbilder in den Fernsehnachrichtensendungen
und im WWW ist es dabei gelungen, einen transkulturellen
Wirkungsmechanismus zu identifizieren, der einen Schlüssel zum
makrotheoretischen Verständnis des Verhältnisses von Politik, Gesellschaft
und Bildschirmmedien darstellt. Den größten Wert hat dieses Integral von
Buch und CD-ROM (433 Seiten, mit 86 Minuten Videodokumentationen) aber für
all die Nachgeborenen, denen ohne solche Dokumente die historische
Tiefendimension fernsehvermittelter Öffentlichkeit (seit 1949) und der
Frühphase des World Wide Web verborgen bliebe. „In dieser Form hier
erstmals praktiziert, könnte das schulbildend wirken.“ (Wolfgang R.
Langenbucher)
Im 20. Jahrhundert, das mit Fernsehen und Digitalisierung zwei neue Medienzeitalter hervorgebracht hat, ist die Bedeutung der Medien unübersehbar geworden. Sie dienen keineswegs nur der neutralen Übermittlung und Aufzeichnung von Inhalten, sondern sie nehmen Einfluss auf das politische und gesellschaftliche Leben, prägen Wissen und Gedächtnis, sie bestimmen die populäre Kultur und finden ihren Niederschlag in den Künsten. Die Medien sind so seit einigen Jahrzehnten zum Gegenstand intensiver Forschung geworden, deren Grundlagen und Ergebnisse in diesem Handbuch vorgestellt werden. Der Band orientiert im ersten Teil
über die verschiedenen Disziplinen der Medienforschung wie Medientheorie,
Medienpsychologie, Medienpädagogik, Medienökonomie, Medienrecht u.a. Im
zweiten Teil folgt ein Überblick über die Mediengeschichte von der Antike
bis zur Gegenwart. Im dritten Teil wird die Geschichte der Einzelmedien
wie Literatur, Film, Hörspiel, Fernsehen, der Digitalmedien u.a.
vorgestellt. Ausführliche Personen- und Begriffsregister beschließen den
Band. Das Handbuch bietet erstmals eine umfassende, detailliert
aufgeschlüsselte Gesamtdarstellung der Erforschung der Medien und ihrer
Geschichte.
Metamedien sind digitale
Zugangsmedien zu digitalen Medieninhalten. Ihr Spektrum reicht vom
technischen Übertragungsweg (z.B. per Satellit) über Hard- und
Softwarekomponenten (z.B. Decoder für digitales Fernsehen,
Internet-Browser) bis zum Orientierungswerkzeug (z.B.
Online-Programmzeitschriften und -Datenbanken). Metamedien kommt im
gegenwärtigen Prozess der Medienentwicklung wachsende Bedeutung zu, da sie
in all ihren Erscheinungsformen die Schnittstellen zwischen den Nutzern
und den eigentlichen Medieninhalten bilden.
Universität
Siegen Projektleitung: Prof.
Dr. Helmut Schanze Tel.:
(+49) (0271) 740-4933 MitarbeiterInnen: Dr.
Susanne Pütz
Tel.: (+49) (0271) 740-4931 Georg
Rademacher M.A.
Tel.: (+49) (0271) 740-4931
Institut
für Medienforschung Geschäftsführender Direktor:
Prof. Dr. Ralf Schnell
Universität Siegen, 57068 Siegen
Das Institut für Medienforschung wurde im Sommer 2001 als Zentrale wissenschaftliche Einrichtung zur Bündelung der Forschungsaktivitäten im Bereich Medien gegründet. Es dient der Förderung interdisziplinärer und kooperativer, projektorientierter und international ausgerichteter Medienforschung. Seine Aufgabe ist die Erforschung der modernen Massenmedien (Geschichte, Theorie, Analyse) wie der neuen Kommunikationsformen. Das Institut betreibt gleichermaßen Grundlagen- und Auftragsforschung. Es entwickelt Anwendungen der aktuellen Informationstechnologien und ermöglicht – in Kooperation u.a. mit Medieninstitutionen, Wirtschaft, Industrie – anwendungsbezogene Lösungen. Das 1984 gegründete Institut für Empirische Literatur- und Medienforschung (LUMIS), Zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Siegen, wurde im Zuge der Neugründung in das Institut für Medienforschung übergeleitet. Mit zur langen Tradition der Medienforschung in Siegen gehört außerdem der DFG-Sonderforschungsbereich „Ästhetik, Pragmatik und Geschichte der Bildschirmmedien” (1986-2000).
Projekte in Bearbeitung, Vorbereitung oder Planung (Stand: Februar 2002)
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